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Gua Sha: Eine Einladung zu mehr Berührung und Selbstwirksamkeit

vor 2 Tagen
4 Min. Lesezeit

Gua Sha ist für mich viel mehr als ein Schönheitsritual. Es ist eine Form der bewussten Berührung, eine kleine Pause im Alltag und ein Werkzeug, mit dem ich unmittelbar auf die Signale meines Körpers reagieren kann.

Vielleicht hast du Gua Sha schon mal im Zusammenhang mit einem Schönheitsversprechen gehört. «Weniger Falten nach der ersten Anwendung!» Ich finde das problematisch, denn Schönheit ist nicht weniger Falten zu haben.


Für mich ist die Gua Sha Anwendung ein natürlicher Jungbrunnen. Denn unsere Gesichtsmuskulatur ist oft verspannt, sogar in der Nacht arbeitet unser Gesicht weiter und bewegt sich mit unseren Träumen und Emotionen dazu in alle möglichen Züge.

Gerade wenn sich Stress, Anspannung oder Erschöpfung im Körper festgesetzt haben, kann eine bewusste Selbstmassage unglaublich wohltuend und die Wirkung davon auch sehr sichtbar sein. Gesichtszüge und Körperregionen die weich, frisch durchblutet und im Fluss sind, das wird dir tatsächlich bereits nach einer Anwendung auffallen:) Und ja ein Bisschen werden die Fältchen schon geglättet mit einer regelmässigen Anwendung.


Wie ich Gua Sha entdeckt habe

Als junge Mutter, selbständige Yogalehrerin, Grafikerin und Unternehmerin war mein Alltag lange ziemlich voll. Oder ehrlicher gesagt: komplett überfüllt.

Zwischen Kindern, Haushalt, Yogastunden und arbeiten als Selbständige Gestalterin fand ich kaum echte Pausen. Mein Nervensystem war Tag und Nacht überreizt.

Ich hatte häufig Kopfschmerzen und Migräne und schaffte es offenbar nicht einmal mehr, mich im Schlaf richtig zu entspannen. Ich ging angespannt ins Bett und wachte oft noch angespannter auf. Mit geballten Fäusten und einem Nacken und Rücken wie ein Brett.

Im Rückblick hatte das Ganze etwas tragisch Komisches: Tagsüber unterrichtete ich Entspannung, nachts schlief ich mit geballten Fäusten.

Auf meiner Suche nach Möglichkeiten weg vom Schmerz begann ich, mich intensiver mit dem Fasziennetz und verschiedenen Formen der Selbstmassage auseinanderzusetzen. Dabei stiess ich auf Gua Sha.

Ich begann, mir abends vor dem Einschlafen einige Minuten Zeit zu schenken. Ein wenig Öl, ein paar ruhige Bewegungen über Stirn, Kopfhaut, Nacken und Arme. Kein aufwendiges Programm. Nur Berührung und Bewusstsein.

Mit der Zeit bemerkte ich, wie sich etwas veränderte. Ich schlief entspannter ein und wachte seltener mit diesen starken Spannungen auf. Vor allem lernte ich wieder besser wahrzunehmen, was mein Körper und mein Geist braucht.


Meine ganz persönlichen Selbstwirksamkeitsperlen

Inzwischen sind die beiden Rosenquarz Gua Sha Steine, die du auch im Schwesterwerk findest, zu einem festen Bestandteil meiner ganz persönlichen Selbstwirksamkeitsperlen geworden.

Ich benutze sie nicht täglich. Aber sie liegen bereit, wenn mein Nacken fest wird, meine Stirn nach Weite verlangt oder ich merke, dass mein Körper noch am vergangenen Tag festhält.

Trotzdem möchte ich etwas Wichtiges sagen:

Du brauchst nicht unbedingt einen Gua-Sha-Stein, um dir selbst etwas Gutes zu tun.

Das kraftvollste Werkzeug tragen wir bereits bei uns:

Unsere Hände.

Unsere Hände sind erstaunlich intelligent. Oft finden sie ganz intuitiv jene Stellen, die Aufmerksamkeit brauchen. Wir streichen über die Stirn, greifen uns an den Nacken, massieren die Schläfen oder kneten verspannte Schultern, noch bevor wir bewusst darüber nachdenken. Doch diese intuitiven Reaktionen sind blockiert, wenn wir zu viel Stress durchleben.


Ein Gua Sha Stein wirkt aber schon nochmals anders auf unser Gewebe ein, kann tiefgehender lösen, Entgiftungsprozesse anregen und ja die herzförmigen Gua Sha Steine mit der goldenen Mondin eingraviert sind einfach wunderschön. Schon nur so einen Stein neben meinm Bett liegen zu haben, entspannt mich, erinnert mich daran, dass ich mir selbst Gutes tun kann.


Was ist Gua Sha?

Gua Sha ist eine überlieferte Massagetechnik, die Wurzeln der Techniken greifen ins alte China zurück und sind Jahrtausende alt.

Viele Menschen verwenden Gua Sha:

  • zur Selbstmassage von Gesicht und Körper

  • bei Spannungsgefühlen in Nacken und Schultern

  • zur Entspannung von Stirn und Kopfhaut

  • als Abendritual

  • zur bewussten Körperwahrnehmung

  • als Ergänzung zu Yoga und Körperarbeit

Für mich liegt die besondere Kraft von Gua Sha vor allem darin, dass ich dadurch wieder in Kontakt mit meinem Körper komme. Meinen Körper als Hülle, um Genuss in Fülle wahrzunehmen;)


Gua Sha richtig anwenden

Für die Anwendung brauchst du lediglich:


Arbeite langsam und mit wenig Druck. Wiederhole jede Bewegung einige Male oder so lange, wie es sich angenehm anfühlt.


Bewegungsrichtungen für die Gua-Sha-Massage von Gesicht, Kopfhaut, Hals, Nacken und Schlüsselbein. Arbeite langsam, mit wenig Druck und lass dein Körpergefühl wichtiger sein als die perfekte Technik.


Wie oft sollte man Gua Sha anwenden?

Es gibt kein Muss.

Manche Menschen integrieren Gua Sha täglich in ihre Abendroutine. Andere verwenden den Stein nur dann, wenn sie das Bedürfnis danach oder eben Beschwerden haben.


Ich selbst benutze ihn heute deutlich intuitiver als früher.

Viel wichtiger als die Häufigkeit ist für mich, dass ich gelernt habe, die Signale meines Körpers früher wahrzunehmen.


Gua What?

So nun weisst du etwas mehr über Gua Sha. Es geht mir aber nicht darum hier etwas zu predigen und auch noch meine Lieblingsprodukte zu verkaufen, jedenfalls nicht nur;) Mir geht es darum mit dir zu teilen, dass du dich selbst in den Händen hast.


Du hast die Wirkkraft zu spüren wie es dir geht und was dir gut tun würde. Es ist nicht immer die Selbstmassage unter anderem habe ich persönlich viele Wege zu mehr Vitalität und Wohlsein gefunden; Tanzen, lange Spatziergänge im Wald, singen, laut Musik hören, kochen, essen, mit meinen Liebsten philosophieren, Sauna, in eine Massage gehen, Yoga, Sinnlichkeit, Sex, in die Weite sehen und vieles mehr. So viel Leistung wie unser Leben uns abverlangt, genauso viel Genuss sollten wir auch integrieren!



 
 
 

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